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In diesem Eintrag geht es um den Klimawandel. Er stellt eine unglaublich große Bedrohung dar, wird aber dennoch weiterhin unterschätzt. Hier erfahrt ihr, wie wir den Klimawandel durch unsere Ernährung ausbremsen können.

Warum der Klimawandel noch immer so unterschätzt wird

So gut wie jeder weiß von der ungeheuren Gefahr, die der Klimawandel für die Menschheit bedeutet. Dennoch brauchte es erst eine Greta Thunberg, um das Thema, mit dem ich erstmalig als Schüler durch Al Gore in Kontakt kam, zu verbreiten. Spätestens jetzt kennen wir die Risiken und das etwas getan werden muss. Trotzdem werden politische Entscheidungen hinausgezögert und wir verhalten uns wie eh und je.

Grund dafür könnte sein, dass der langsame Untergang der Welt für die meisten Menschen einfach nicht greifbar erscheint. Wie wollen wir DAS ENDE DER WELT aufhalten? Wir sind keine Superhelden oder fliegen mit Bruce Willis durch das Universum um einen Asteroiden zu zerstören. Die Auswirkungen, die wir in Deutschland oder vielen anderen Bereichen der Welt spüren, sind noch gering. Das macht es schwer die Gefahr zu begreifen und als real zu betrachten. Dennoch ist es immens wichtig, in punkto Klimawandel den Zahlen und Fakten zu vertrauen. Wir müssen überlegen, was wir als einzelne Person tun können, um den Planeten zu retten. Und das ohne Rakete oder Bruce Willis.

Fossile Brennstoffe – die Wurzel allen Übels?

Zu den fossilen Brennstoffen zählen unter anderem Braunkohle, Erdöl und Erdgas. Sie sind zu einem großen Teil für den Klimawandel verantwortlich. Man sollte jedoch die anderen Player nicht aus dem Blick verlieren. Ganze 24% der gefährlichen Treibhausgase haben ihren Ursprung in der Agrarindustrie, welche somit nur 1% hinter den fossilen Brennstoffen liegen. Der Großteil der Emissionen sind der Massentierhaltung geschuldet. Ernährung ist selbstverständlich ein heikles Thema, weswegen viele Klimaaktivisten dieses geflissentlich umschiffen. Natürlich hilft es, wenn wir weniger Auto fahren, öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder unseren Müll trennen, doch durch nichts davon können wir selbst so aktiv gegen den Klimawandel vorgehen, wie durch den Verzicht von tierischen Lebensmitteln.

Einfluss der Massentierhaltung

1960 war kein gutes Jahr für unsere Erde. Zu dieser Zeit wurde die Massentierhaltung erstmalig eingeführt. Welche Folgen dies für die Umwelt hat, wird im Folgenden erläutert.

Zum einen benötigt man riesige Flächen um Weidewiesen zu schaffen und Futter für die vielen Tiere anzubauen. Dafür werden etliche Wälder durch Brandrodung, in ebene Ackerflächen umgewandelt. Bäume bestehen zu ca. 50% aus Kohlenstoff, den sie, wenn sie verbrennen, an die Luft abgeben. 15% der heutigen CO2-Emissionen sind der Baumrodung geschuldet, was in etwa alle Autos und LKWs dieser Welt zusammen produzieren. Zusätzlich schwinden mit den verbrennenden Bäumen unsere leistungsstärksten Mitstreiter, da Bäume CO2 aus der Luft filtern können. Noch dazu stoßen die Tiere giftige Stoffe wie Methangas aus oder verseuchen den Boden durch ihr Urin und ihren Kot.

Klimawandel durch Ernährung Bremsen

Die Menschheit könnte mit der einfachen Umstellung der Ernährung dazu beitragen, den Klimawandel von heute auf morgen zu bremsen. Fossile Brennstoffe dürfen natürlich nicht vernachlässigt werden. Eine Umstellung in nachhaltige Energieformen durch Wind- oder Solarenergie ist jedoch bei weitem nicht in einer so kurzen Zeit möglich.

Viele Kritiker führen auf, dass sich nicht jeder vegane Lebensmittel leisten könne. Diese sind teurer als Fleisch und man muss an die ärmeren Menschen denken, die sich das nicht leisten können. Ich kann das aus eigener Erfahrungen nicht nachvollziehen. Ich zahle im Supermarkt deutlich weniger an der Kasse seitdem ich mich vegan ernähre. Dennoch mag das für viele zutreffen, da Fleisch wirklich erschreckend günstig geworden ist.

Viele Menschen müssen auch heute noch hungern oder leben am Existenzminimum. Es scheint absurd, dass trotzdem jährlich 100 Millionen Tonnen Getreide für die Massentierhaltung genutzt wird. Mit dieser Menge wäre es leicht, die gesamte Weltbevölkerung zu ernähren. Gleiches gilt für Trinkwasser, welches zu 1/3 in die Landwirtschaft fließt. Zudem würden vegane Lebensmittel durch die zusätzlichen Anbaumöglichkeiten ebenfalls günstiger werden, ohne den Planeten dermaßen zu schaden.

Des Rätsels Lösung

Ein schlagartiges Umdenken der Menschen, Fleisch, Eier und Milchprodukte von der Speisekarte zu streichen bleibt Wunschdenken. Den Konsum tierischer Produkte zu senken, sollte aber für jeden noch so großen Fleischliebhaber erträglich sein.
Informiert eure Freunde und Familie darüber, was bereits eine kleine Konsumminderung ausmachen kann. Wer weiß, vielleicht bremsen wir ja gerade durch unsere Ernährung den Klimawandel.

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(Quelle: Jonathan Safran Foer; Wir sind das Klima)