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Wie Salz, Zucker und Fett unserer Gesundheit schadet

Donnerstag früh. Ich mache mich auf den Weg zur Arbeit und habe es schon wieder nicht geschafft, mir am Vorabend etwas für den kommenden Arbeitstag zu kochen. Schnell greife ich in den Kühlschrank, um mir ein Mikrowellen-Fertiggericht zu schnappen und ab in die Arbeit. Das passiert leider viel zu häufig. Warum wir auf Fertigprodukte und Fastfood verzichten sollten und Wie Salz, Zucker und Fett unserer Gesundheit schadet, erfahrt ihr hier.

Ein kurzer Rückblick

Da Frauen mit der Zeit immer häufiger eigene Jobs antraten und nicht nur die Männer zur Arbeit gingen, blieb weniger Zeit zum Kochen. Das machte sich die Lebensmittelindustrie zu nutze und brachte seine ersten Fertiggerichte auf den Markt. Der große Erfolg war aber nicht nur dem Bedarf an zusätzlicher Freizeit und den großen Marketingkampagnen geschuldet. Salz, Zucker und Fett in riesigen Mengen waren der Hauptgrund für den immensen Erfolg, den wir noch heute in Form von Fertigprodukten und Fast-Food-Ketten sehen.

Zucker

Wir lieben Zucker und wir können nichts dagegen tun. Wie immer hängt das damit zusammen, dass unsere Vorfahren davon profitierten, durch Zucker schnell viele Kalorien zu sich zu nehmen. Wie der Zucker, liefert auch Stärke schnell Kalorien und in Kombination können wir nicht genug davon bekommen. Man denke einfach an Pizza.

Die große Beliebtheit von Zucker hat dazu geführt, dass Amerikaner täglich durchschnittlich 22 Teelöffel Zucker zu sich nehmen. Die empfohlene Menge wären 5 Teelöffel pro Tag. Leider versteckt sich Zucker in so gut wie jedem verarbeiteten Gericht und ist auf den ersten Blick nicht zu erahnen. Beispielsweise ist Zucker die zweitwichtigste Zutat von so gut wie jeder Tomatensoße.

Die Konsequenzen von zu viel Zucker sind Zahnprobleme, Fettleibigkeit und Diabetes. Jeder weiß es, doch durch ein paar gezielte Marketingkampagnen konsumiert der durchschnittliche Deutsche jährlich 35 kg Zucker.

Mit Fett schmeckt alles besser

Nach Zucker findet man in den meisten Fertiggerichten unsere zweitliebste Zutat: Fett. Für unser Verlangen nach Fett können wir wieder einmal unsere Vorfahren verantwortlich machen. Mit einem kleinen Ranzen ließ sich die ein oder andere Hungerperiode eben leichter überstehen. Unpraktisch ist auch, dass es uns nicht zu fettig sein kann. Jedes Gericht schmeckt besser, wenn es in Fett badet. Wir besitzen zwar keine Geschmacksnerven, die Fett schmecken können, das Fett verstärkt jedoch den vorhandenen Geschmack. Zum Glück für die Nahrungsmittelindustrie ist Fett sehr günstig und macht die Lebensmittel zudem länger haltbar. Das führt dazu, dass beispielsweise der durchschnittliche Amerikaner 50% mehr Fett zu sich nimmt, als der empfohlenen Menge entsprechen würde.

Käse

Ein großer Fettlieferant ist Käse. Warum Käse so beliebt ist, liegt zum Teil im Zusammenspiel von Milchindustrie und Politik. In den dreißiger Jahren förderte die amerikanische Regierung die Milchindustrie, da Sie Milch als Bestandteil einer gesunden Ernährung betrachtete. Pech nur, dass in den fünfziger Jahren Milch als fettig angesehen wurde und die Nachfrage nach fettarmer Milch stieg. In Folge dessen musste die Regierung aus vertraglichen Regelungen die Milchfette der Industrie aufkaufen. Zum Glück ließ sich daraus Käse machen. Die Regierung saß jedenfalls auf einem Haufen Käse und kündigte unter Ronald Reagan den Förderungsvertrag. Im Ausgleich für die fehlende Unterstützung, unterstützte er die Industrie durch eine große Marketingkampagne für Käse. Heute isst der Amerikaner drei mal so viel Käse wie noch in den 70ern.

Salz

Genug von Käse geredet jetzt kommen wir zum Salz. Salz ist im Gegensatz zu den beiden anderen Hauptzutaten in Fertiggerichten frei von Kalorien, enthält dafür sehr viel Natrium. Natrium ist zwar sehr wichtig für unsere Ernährung, zu viel des Guten verursacht jedoch Bluthochdruck, welcher wiederum das Risiko auf Schlaganfälle und Herzinfarkte steigert. Fertiggerichte sind für bis zu 3/4 des Salzkonsums verantwortlich. Aus diesem Grund liegt der Natrium-Konsum durchschnittlich 10-20-fach über der empfohlenen Tagesdosis.

Die Industrie verwendet das Salz so gerne, da es zum einen die Produkte haltbar macht, zum anderen aber auch sehr gut schmeckt. Je mehr Salz wir konsumieren, desto weniger schmecken uns Speisen, welche ärmer an Salz sind.

Was können wir tun?

Natürlich könnte die Industrie so nett sein und darauf verzichten uns mit Unmengen an Fett, Zucker und Salz vollzustopfen. Das wird aber vermutlich nicht passieren. Die Firmen, die diesen Weg gegangen sind, haben sich schnell wieder besonnen, da die Verbraucher ausblieben.

In Finnland gibt es eine Regulierung durch die Regierung. Dort gibt es Warnhinweise über Produkte mit zu viel Salz. Das Ergebnis: Die Zahl der Herzinfarkt-Tode ging um 80% zurück. Aber da wir hier in Deutschland eine zu starke Lobby im Bereich Ernährung haben, wird das auch nichts.

Also: Selbst ist der Mann / die Frau! Selbst kochen, und vorkochen!!
Auf unserem Blog wirst du viele leckere vegane Rezepte sehen, die schnell, einfach und in Menge zu kochen sind. Damit steht dir nichts mehr im Wege und das Salz-Zucker-Fett Trio hat keine Chance mehr.

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(Quelle: Das Salz-Zucker-Fett-Komplott, Michael Moss)

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